Warum fragt der Immobilienmakler nach dem Personalausweis?

Erläuterungen zum Geldwäschegesetz (GwG)

Auf Basis des „Gesetzes über das Aufspüren von Gewinnen aus schweren Straftaten“ (sog. Geldwäschegesetz - GwG) sind Immobilienmakler gesetzlich dazu verpflichtet worden (gemäß § 2 Abs. 1 Nr. 10 GwG), sich über die Identität ihrer Kunden Gewissheit zu verschaffen.
 
Ziel soll es sein, dass Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung erschwert- bzw. verhindert werden. Unter Geldwäsche versteht man das Einschleusen von illegal erwirtschafteten Vermögenswerten in den regulären Wirtschaftskreislauf, mit dem Ziel, die wahre Herkunft der Gelder zu verschleiern.
 
Zur Verhinderung von Geldwäsche müssen die im Gesetz genannten Berufsgruppen sich Informationen über die Identität ihrer Vertragspartner einholen („Know Your Customer Prinzip“).
 
Zudem erlegt das Geldwäschegesetz auch dem Immobilienmakler bestimmte Sorgfaltspflichten und Sicherungsmaßnahmen auf. Dazu gehört primär die Aufzeichnungspflicht, wonach der Makler bei natürlichen Personen Einsicht in die Personalausweise seiner Kunden nehmen muss und gleichzeitig seine Aufzeichnungen fünf Jahre lang zu archivieren hat.
 
Die Durchführung der Identifizierung des Vertragspartners hat dabei grds. durch eine Ausweiskopie zu erfolgen, die der Makler zu seinen Akten nimmt (gemäß § 8 Abs. 1 GwG).
Die Erfüllung dieser Betriebsverpflichtungen prüft die zuständige Aufsichtsbehörde.
 
Bitte unterstützen Sie uns entsprechend und tragen somit zur Verhinderung von Geldwäsche aktiv bei.
 
Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auf der Internetseite des Landes Schleswig-Holstein unter folgendem Link.